Wie ein Befreiuungsschlag… sah das nicht aus

31 Mrz

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Wunderdinge zu erwarten, das war ohnehin vermessen. Aber ein bisschen mehr Befreiuungschlag hätte der 1:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 vielleicht schon doch sein können. Die Mannschaft und ihr Spiel machen keinen Mut, sondern Sorge.

Was bringt uns dieser Auswärtssieg bei Hannover? Keine Frage: Er bringt uns drei Punkte und das gute Gefühl, dass wir doch noch gewinnen können. Er bringt uns den ersten Sieg nach zwei Spielen Stevens/Büskens/Asamoah in der Profimannschaft. Er bringt uns ein dickes Polster vor eben Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg – ein Polster, das so dick ist, dass nichts mehr passieren kann im Hinblick auf ein mögliches Abstürzen auf die beiden direkten Abstiegsplätze. Da lege ich mich hier und heute fest. Und man mag gar nicht daran denken, was gewesen wäre, wenn wir dieses Gastspiel gegen diese limitierte Mannschaft mit dem limitierten neuen Trainer nicht gewonnen hätten. Puh!

Aber dennoch bleibt unterm Strich eine Partie hängen, in der diese Mannschaft, die sonst nun wirklich gar nichts auf die Kette bekommt, das bessere Team war. Hannover hat Schalke 04 ganz schön ins Schwitzen gebracht, Schalke 04 Hannover 96 aber kaum. Die besseren Angriffszüge (bis auf den einen), die besseren Chancen, die größeren Spielanteile hatte Hannover. Das macht mir schon wieder Sorge.

Doch daran arbeiten wir ja gerade. Daran, dass die Mannschaft wieder zu sich findet. Zu ihrem wahren Leistungsvermögen. Das dauert sicher noch einige Zeit, aber wir haben immerhin einen Schritt in diese Richtung gesehen, wenn man auf das nackte Ergebnis schaut. Teile der Mannschaft jubelten, als der Schlusspfiff ertönte. Man sah den Spielern förmlich die Erleichterung an. Der Druck ist groß. Er bleibt groß.

Der blau-weiße Mob in Hannover war beeindruckend. 10.000 Königsblaue in der Landeshauptstadt Niedersachsens – das ist schon eine starke Kulisse, vor allem angesichts des zuletzt Dargebotenen. Aber man muss dazu sagen: Die meisten Fans planen ihre Anreise Monate vorher, also zu einem Zeitpunkt, als noch nicht klar war, in welcher Situation wir uns befinden und mit welchem Fußball wir uns zufrieden geben müssten. Dennoch zeigten sie, dass Schalker als tausend Freunde zusammen stehen, wenn es notwendig ist. Ein gutes Gefühl. Ärgerlich ist aber, dass man sich nach dem Spiel viel zu sehr in Verachtung des Gegners übte als in einer Feier des eigenen Erfolgs, des eigenen geliebten Clubs. Ist es erhabener, den Gegner, der eh schon am Boden liegt, noch zu verhöhnen? Minutenlanges „Hannover fail(s)“ oder „Hannover fällt“, je nach Englisch-Kenntnissen des jeweils Mitsingenden: 96 sollte uns doch schnurzegal sein. Mit der großartigen Melodie kenne ich weitaus bessere Texte… Es geht nur um Schalke 04 (und vielleicht so gerade noch den FCN). Chance vertan. Schade!

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