4:4, Ährwin Hooligan und Holland

9 Apr

Ährwin (Erwin) und die Karten: Wer genau hinsieht, der sieht vor den Füßen wieder eine Gelbe Karte liegen – wie im Derby.

4:4 Tore aus zwei Spielen – kann man nicht unbedingt meckern, oder? Das kann man nach dem 4:1-Heimsieg am Samstag gegen Wolfsburg sagen. Nach dem 0:3 am Dienstag in Bremen war dagegen schon wieder Holland in Not. Apropos Holland… Ein kleiner Rück- und Ausblick.

Auswärtsspiele zu verlieren, ist nicht immer gleich eine Schande. Das sieht man auch an unserer Auswärtsbilanz in dieser Saison ganz gut. Die ist eine Katastrophe. Da Werder Bremen am Dienstag als das Team der Stunde galt, was das 0:3 an der Weser nicht allzu überraschend. Aber es passt auch zu dieser Saison: schwach gespielt, verdient verloren – wechselhaft!

Am Samstag, also fünf Tage drauf, erwarteten wir den VfL Wolfsburg zu einem Schlüsselspiel daheim in der Arena. Bei bestem Wetter legten die Schalker bestens los, gingen nach 3 und 20 Minuten mit 1:0 und 2:0 in Führung. Und zwar mit schnell kombinierten Bällen; wobei es einem die Gäste, die sehr hoch verteidigten und damit zwangsläufig in Mittelfeld und Abwehrreihen beträchtliche Lücken hatten, auch sehr leicht machten. So ist der VfL Wolfsburg in der Tat ein heißer Kandidat für die Abstiegsrelegation. Wobei: Die waren ja zuletzt auch ein bisschen sowas wie eine Mannschaft der Stunde. Naja, sie gewannen auf Schalke auch 62 Prozent der Zweikämpfe. Schalke machte es clever und gewann einfach die richtigen.

Schön war die Stimmung auf den Rängen, denn mit dem 3:0 kurz nach der Pause war ja alles klar. Der Coach konnte (und tat es auch!) früh wechseln, um zu schonen, die Kurve konnte diverse Wechselgesänge anstimmen und Neues ausprobieren – und manch einer in Block 25 (also ich) konnte getrost den Spieltagskreisel mit einem Spieler der Stunde lesen: Thilo Kehrer, dem Emporkömmling der vergangenen Monate, er hoffentlich so schnell nicht wieder weg geht und auch ein Grund sein dürfte, warum Christian Heidel bei Sead Kolasinac nicht alle Grenzen des guten Geschmacks überschreiten sollte, wenn es ums Gehalt für einen neuen Vertrag geht. Seo ist zwar ein Held, ein Aggressiv-Leader, ein toller Typ und in einer großartigen Form dieses Jahr. Aber darum ist er nicht gleich 5 Millionen Euro Jahresgehalt wert, auch wenn manch ein Klub aus England ihm das angeblich anbietet. Dann lieber gehen lassen und wieder einem jungen Spieler Platz geben. Ach ja: Und Coke Andujar ist ja auch eine Art Neuzugang…

Ährwin wurde nach dem 4:1 gegen Wolfsburg gefeiert wie noch nie.

Das Spiel endete mit einer wunderbaren kleinen Geschichte: Ährwin (Erwin), unser aller Held nach der Karten-Aktion im Derby, kam in die Kurve und fand plötzlich in der Nähe der Eckfahne, da, wo es letztes Mal auch geschah, wieder ein Kartenset auf dem Rasen. Ob er selbst es hingeworfen hatte oder ein Balljunge oder Ordner oder wer auch immer: Man weiß es nicht. Jedenfalls hob er die Karten auf und wurde dafür gefeiert, als hätte er alle vier Tore selbst erzielt. „Ährwin Hooligan“ sang die ganze Kurve – und ehe die Mannschaft im Mittelkreis mit ihrem Jubelkreis fertig war, war Erwin abgefeiert. Bestes Maskottchen der Liga? Ganz klar.

Und nun? Nun freuen wir uns auf zwei hoffentlich tolle Duelle mit Ajax Amsterdam im Viertelfinale der Europa League. Hoffentlich können wir gegen die Niederländer (Tabellen-Zweiter und Feijenoord Rotterdam) wieder zwei Sternstunden feiern und die tolle europäische Saison weiterführen. Auf geht’s, ihr Eurofighter 2.0!

Dieser Beitrag erschien in ähnlicher Form zuerst auf emspower.de.

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