Kompliment ans Konzept

26 Mrz

20140326-082937.jpgIch hatte wirklich ein mulmiges Gefühl vor diesem Derby: Die Ausschreitungen der vergangenen Saison, die Pyro-Shows in den letzten Revierderbys, Fahnenklau und Co. Ich als in Dortmund wohnender Schalker dachte, es würde wieder krachen. Und was war? 3000 Polizisten und 1000 Ordner setzten souverän und gelassen ein perfektes Sicherheits- und Anreisekonzept um. Besser konnte man es nicht machen. So habe ich die Lage erlebt.

Vor dem Spiel: Als Dortmunder mit Schalker Gesinnung bin ich mit dem Rad „angereist“ – allerdings in zivil, weil ich die Pöbeleien vor einigen Jahren satt hatte. Auf dem Radweg an der B1 bin ich einmal freundlich gebeten worden, hinter statt vor dem Signal-Iduna-Gebäude entlang zu fahren. In der Grünanlage konnte ich dann problemlos in den Gästebereich, an der Haltestelle Westfalenhalle vorbei vorne an der Westfalenhalle 2 entlang. Dort hab ich das Rad abgestellt und eine erste kurze Körperkontrolle mitgenommen. Dann ging es weiter zwischen den Hallen zur Strobelallee, wo eine Einsatzfahrzeug-Kolonne, Stoßstange an Stoßstange, die Fangruppen trennte. Beim Zusammenlaufen hinter der Nordtribüne war um 19.10 Uhr absolut alles ruhig – hier war der einzige Ort, wo die Fans sich mischen.

(Karte: RuhrNachrichten.de)

Nach dem Spiel: Waren etwa bis 20 Minuten nach Spielschluss im Block. Dann ging es raus bis zu einer Polizeikette an der Strobelallee. Etwa 15 weitere Minuten später ging es dann auf gleichem Weg wie beim Anmarsch zwischen den Westfalenhallen hindurch und dann an der Vorderseite von Halle 3a, Halle 2 und Halle 1 in die U-Bahn oder auf die Parkplätze, unsere „Problemfans“ (so nannte sie ein Polizei-Gruppenführer bei seinem Einsatzbefehl, mitzulaufen) begleitet von einem Polizeikessel. Es blieb alles sehr ruhig.

Am Rande des gemächlichen Abzuges konnte ich mit anderen Fans und einem Polizisten sprechen. Großes Lob von einigen Fans an die Polizei gab es zu hören: Die Zufluss- und Abflusswege, die perfekt gelungene Fantrennung, die sehr entspannte Arbeitsweise der Polizisten – dafür hatten einige ein Wort des Lobes übrig vor dem Hintergrund, dass das ja schließlich alles nicht immer so gelungen war. Der Polizist war sichtlich überrascht, sagte, das sei diesmal aber auch nicht schwer gewesen. „Mit 3000 Mann sichern wir alles“, sagte er.

 

Einen zutreffenden Kommentar unter der Überschrift „Auf dem Weg ins Abseits rechtzeitig gestoppt“ hat mein Kollege Jürgen Koers für die Blogspalte auf RuhrNachrichten.de geschrieben: „Vor diesem Hintergrund war es vor der Partie (fast) egal, wie das Spiel ausgeht. Vermeintliche Fans hätten den Fußball beinahe ins Abseits gestellt – und gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.“
Und sportlich? Da reicht ein Link auf diesen Post… . Scherz beiseite: In der Tat hatte das Spiel einige Parallelen, vor allem auf der Linie. Ansonsten war Dortmund uns auch diesmal überlegen, aber nicht so deutlich wie damals. Nicht nur unser Durchschnittsalter ist gesunken, sondern auch die Klasse der einzelnen Spieler und ihr Einsatzwille. Gut analysiert das Spiel der Kollege Wieland nebenan im Königsblog. Dieser eine Hinweis sei noch erlaubt: Auf unserer Ersatzbank saßen diesmal Szalai, Annan, Obasi, Hildebrand, Sobottka, Max und Erdmann.

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Eine Antwort to “Kompliment ans Konzept”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Links anne Ruhr (27.03.2014) » Pottblog - 14. April 2014

    […] Kompliment ans Sicherheitskonzept zum Revier-Derby (SCHALKEWEB) – Siehe auch die Ruhr Nachrichten. […]

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