Mission „Sandwich“ accomplished

22 Mrz

Wie ist das, wenn man Dienstag in Bernabéu und den darauf folgenden Dienstag das Derby in Dortmund spielt? Kann man dann allein aus psychischer Sicht das Zwischenspiel am Samstag daheim gegen Braunschweig erfolgreich bestreiten. Kann man, Schalke siegt 3:1.

Eine Meisterleistung war das nicht, ganz und gar nicht, die die Mannschaft da zeigte gegen das spröde Bundesliga-Schlusslicht. Aber sie spielte gerade so stark, wie sie es musste. Und sie gewann und baute weiter an der Punktebasis, die schon jetzt fast sicher die Qualifikation zumindest für die Qualifikation zur Champions League (also Rang vier) bedeutet. Das war so um Weihnachten rum alles andere als sicher.

Zurück zum Spiel gegen Braunschweig: Wir hatten eine Mannschaft auf dem Platz, in der Ralf Fährmann wie der Papa, Klaas Jan Huntelaar wie der Opa wirkte. Und Joel Matip mit einer deutlich dreistelligen Zahl Spiele im Profifußball wie der Mann, der mit seiner ganzen Erfahrung die Abwehr organisiert – mit 21 Jahren… Was ich sagen will: Wenn jemand vor fünf Jahren behauptet hätte, dass heute fast alle Spieler U23, dafür keiner Ü30 im Team stehen und wir damit beinahe Zweiter der Liga wären, dann hätte man ihn als vollkommenen Spinner verhöhnt. Klar haben solche Spieler noch so manches Defizit. Matip, den ich ansonsten oft lobe, hat heute etwa einen beispiellos schlechten Tag gehabt; er war für mich der schwächste Schalker auf dem Platz, eine Klasse schlechter als sein Nebenmann Kaan Ayhan, der nach dem Spiel in Madrid, das mich auf der Sechs beeindruckt hat, diesmal auf der Innenverteidiger-Position sehr solide gespielt und eine irre Ruhe ausgestrahlt hat. Max Meyer, Julian Draxler, Leon Goretzka, Sead Kolasinac – eine sehr junge Garde mit viel Talent, von den Veranlagungen in der geballten Vielzahl sicher das beste, was in Deutschland zurzeit rumläuft.

Zurück zum Spiel: Das war die Gegenwart. Trotz vieler Verletzter eine mannschaftlich durchschnittliche Leistung, die für Braunschweigs Qualität eben ausreicht. Und da sind wir bei der Vorbereitung: Kompliment ans Trainerteam! Die Mannschaft aufs Derby vorzubereiten, wird ein ganz anderer Job sein. Dann kommt es auf die Taktik an, heute auf die Psyche: die Aufgabe mit 100 Prozent anzugehen und sich voll auf Braunschweig fokussieren. Es ist gelungen, das Team so auf dieses Sandwich-Spiel zwischen den zwei großen einzuschießen, dass es die Mission „Drei sichere Punkte“ erfolgreich abgeschlossen hat. Ich hatte das Gefühl, den meisten Fans inklusive mir ist das heute nicht geglückt.

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