Fliegende Höhenflugs-Analysen

14 Feb

Der Höhenflug des FC Schalke 04 nach der Winterpause kommt überraschend. Und auf einmal fragen sich alle nach den Gründen. Einige Medien jubeln schon wieder in höchsten Tönen – ausgewogener geht es in den Blogs zur Sache. Zwei gute Posts ragen dabei heraus.

Torsten Wieland titelt in seinem jüngsten Eintrag „Super, super, super“ und spielt damit auf die Medienlandschaft an. „Lobhudelei allenthalben, in den Medien wird Schalke 04 derzeit geradezu gefeiert. Das ist angenehmer als Einprügelei, natürlich, trotzdem muten die Auswüchse zum Teil absurd an“, schreibt er. Und zählt auf: „Plötzlich ist Jens Kellers „Ruhe“ ein Schlüssel, vorher war seine „Langeweile“ eine Bremse. Vorher war Schalke ach so lauffaul, nun sind die Blauen fleißige Dauerrenner. Jetzt hat Schalke ein Konzept, vorher hatte man keins.“ Wielands Conclusio: Ball flach halten! „Ich empfehle, die Spiele einzeln zu betrachten und zu bewerten, und nicht mit Gewalt die große Klammer biegen zu wollen.“  

Marius Winzler sieht in seinem Blog „Unter Flutlicht“ eine vielschichtige Grundlage des Umschwungs, hat aber vor allem eine Erklärung: „Selbstvertrauen ist für mich mit einer der Schlüssel“, schreibt er. Huntelaar, neue Psychologin, die Form einzelner Spieler wie Farfan, Neustädter und Matip, Boateng als echter Leitwolf und eine neue Nummer 1 – so fasst er die weitere Gemengelage zusammen. Und die besonnene Weiterarbeit des Trainer, der ihn dennoch weiterhin ratlos lässt: „Ich habe immer noch keine Ahnung, ob Jens Keller ein guter Trainer ist. Aber er scheint gestärkt aus der Winterpause hervorgegangen zu sein.“    

Wenn wir morgen Abend gegen Leverkusen verlieren sollten, dann holt sich ohnehin alles wieder ein. Ganz ehrlich: Genauso, wie hochjubeln trotz der neuen Freude am Spiel unserer Elf zum jetzigen Zeitpunkt unangemessen ist, genauso wäre eine Niederlage in Leverkusen (beim Tabellen-Zweiten!) ein Grund, die ganze Stimmung wieder umzudrehen. Ein Punkt in der BayArena würde ich schon als Erfolg werten. Alles, was darüber hinaus geht, wäre eine große Überraschung.

 

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Eine Antwort to “Fliegende Höhenflugs-Analysen”

  1. Carlito 15. Februar 2014 um 23:52 #

    Und schon is die Überraschung eingetreten. 🙂

    Erfreuen wir uns einfach am aktuellen Höhenflug. Hoffen wir nur mal, dass die Mannschaft nicht nur die Fallhöhe hochschraubt. 😉

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