Pa-Pa-Party

15 Dez

Sonntagsfußball, so sollte dieser Blogpost eigentlich heißen. Jetzt heißt er Pa-Pa-Party, weil dieser miese Sonntagskick am Ende doch noch eine Besonderheit hatte: Papadopoulos ist wieder da. Das und die drei Punkte versöhnen für über weite Strecken dargebotenen Gruselfußball.

Am Ende könnte man sagen: Um Punkte geht es im Fußball, die Tabelle wird nicht nach fußballerischer Schönheit erstellt. Aber ein Bundesligist mit einem Etat wie Schalke ist eigentlich auch stets in der Pflicht, seine Fans mit Klasse und technischer Finesse zu überzeugen. Das gelingt unserem Team in dieser Halbserie aber nur spärlich und meist nur über Einzelaktionen oder -Leistungen. Farfan beherrscht sowas mit seinen Tempodribblings und Max Meyer, der beeindruckend Zwei- oder Dreikämpfe für sich entscheidet oder mit einem Fallrückzieher Mitte der zweiten Hälfte verzückt. Überzeugende Mannschaftsleistungen über 90 Minuten hingegen sind weitaus seltener als stümperhafte Abspielfehler oder idiotische Zweikämpfe.

So war das beim 2:0 gegen Freiburg auch: Wie oft Santana und Neustadter mit solchen Bällen „glänzten“, dafür reichten an diesem Sonntag die Finger an zwei Händen nicht.

Der erwähnte Sonntagsfußball war aber dieses abwartende Quergekicke und Hintenrumgespiele, das vor allem vor der Pause fast unerträglich war. Trainer sprechen dann von „wie müssen geduldig spielen“, aber Fans drehen durch. Ich hatte keinen Bock auf dieses Sonntagsspiel – und die Spieler offenbar auch nicht. Dass wir mit einem 1:0 in die Pause gingen, lag an der Dämlichkeit oder dem Pech des Freiburgers nach der nicht sonderlich gefährlichen Farfan-Ecke.

Lassen wir’s Motzen: Schalke gewinnt, und die Fans feiern die Rückkehr des Griechen nach einem Jahr Pause auf unseren Rasen in den Schlussminuten. Hoffentlich kann er es packen, unserer Defensive wieder seine frühere Stabilität zu verabreichen – neues Jahr, neues Glück. Dass er gleich zur Pa-Pa-Party in die Kurve musste, war mir eine Spur zu viel des Feierns – aber er wollte es offensichtlich eigentlich nicht, wurde aber von seinen Teamkollegen geschickt. Wie sehr die sich über seine Rückkehr freuten, konnte man jedem einzelnen Mitspieler ansehen. Er hat eine warum auch immer schwere Zeit hinter sich. Dass er wieder da ist, ist die beste Nachricht dieses Tages.

Advertisements

2 Antworten to “Pa-Pa-Party”

  1. derwahrebaresi 16. Dezember 2013 um 08:06 #

    @ Wie oft Santana und Neustadter mit solchen Bällen “glänzten”,

    im sinne der „gleichberechtigung“ sollten dann hier auch noch matip und hoogland erwähnt werden.

    • weckenbrock 16. Dezember 2013 um 08:19 #

      Das stimmt, die waren ähnlich schlimm. Aber „Tele“ war gestern noch ein Stück voraus: Er hat sechs total schiefe Bälle gespielt, vier davon halbwegs unbedrängt. Furchtbar!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: