Was ist aus der Polizei-Diskussion geworden?

20 Okt

Außergewöhnliche Geschehnisse haben immer das Phänomen, schnell und heiß diskutiert zu werden, ein paar Tage noch bleibt die Flamme, schrumpft zu einem Flämmchen und erstickt dann. So war das im Spätsommer und Frühherbst mit dem Fahnenskandal und dem Polizeisturm in der Nordkurve auf Schalke vom 21. August. Inzwischen redet keiner mehr davon. Oder? Was ist eigentlich aus der Polizei-Diskussion geworden?

Das hab ich mich heute gefragt und eine kleine Netz-Recherche angestellt, für die ich gerne noch Hinweise entgegennehme.

Zuletzt von sich reden machten die Schalker Fans mit einer Demo Ende September, über die es im turun-Magazin (turun.net) eine gute Zusammenfassung und das Video der UGE gibt.

Dann gab es unser Auswärtsspiel in Basel und einen sehr großen Einsatz deutscher Polizisten in Baden-Württemberg auf dem Weg nach Basel. Viele der 1700 Gästefans wurden gefilzt, Busse für 90 Minuten aus dem Verkehr gezogen. Die Bilanz des Einsatzes hat die Polizei selbst veröffentlicht – und das Blog des „Schalke Unser“ hinterfragt sie kritisch.

Das Blog des „Schalke Unser“ ist also polizeikritischer Sprecher dieser Diskussion geblieben – und hat am 9. Oktober Konsequenzen aus der Einstufung der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen gefordert. Die stellte klar, dass das Zeigen der Fahne strafrechtlich nicht relevant sei. Das SU zeigt Handlungsmöglichkeiten auf

Anfang Oktober hat der Landtag NRW das Protokoll der Sitzung des Innenausschusses vom 12. September online veröffentlicht, in dem intensiv über die Vorfälle beim Spiel auf Schalke debattiert wurde. Spannend wird es ab Seite 56, da kann man alles im Wortlaut nachlesen – unter anderem die Beharrlichkeit vom Innenminister.

Daraufhin kritisiert das „Schalke Unser“ im Blog erneut die nicht vorhandene Kennzeichnungspflicht eines jeden Polizisten und schreibt, dass die selbst auf nicht beteiligte Fans mit dem Schlagstock losging, die den Blocksturm mit der Handykamera filmten.

Vergangene Woche wurde dann der neue Jahresbericht der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ veröffentlicht, Im Eurosport-Blog „Abgeblogged“ schreibt Michael Wollny dazu: „Dabei wird deutlich, dass es immer noch genügend Spielraum gibt für Missverständnisse, Fehldeutungen und Vorurteile. (…) Und so bleibt der ZIS-Bericht leider erneut einiges schuldig. In erster Linie faire Antworten auf suggestive Fragen.“

Habe ich etwas interessantes übersehen?

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