Spielkultur und Zauberfuß

18 Sep

Wow, das ist so ein bisschen die Rückkehr der Spielkultur. Schalke schlägt Bukarest 3:0 (0:0). Am meisten beeindruckte dabei eine Phase ohne Tore.

Auch wenn die Tore nach der Pause erst fallen: In den ersten 20 Minuten beeindruckt Schalke 04 gegen Steaua Bukarest. Wunderbares Gegenpressing bei Ballverlust, das ganz schnell zum Rückgewinn der Kugel führt – hab ich in dieser Intensität von Schalke selten gesehen. Dazu bei Ballbesitz mit schnellen Aktionen, wenig Ballhalten, schnelles Weiterleiten. Gute Rochade von Prince und Draxler, der am Ball wunderbare Dinge anstellt. Hinter Draxler ein Linksverteidiger namens Aogo, der mit dem Ball am Fuß viel mehr anzufangen weiß als der hölzerne Fuchs. Wohltuend!

Es ist fast schade, dass das nach 20 Minuten zunächst endet und eigentlich auch gar nicht mehr wiederkehrt. Steaua übernimmt phasenweise die Regie, kauft uns den Schneid ab. Wir sind vor allem im defensiven Mittelfeld nicht aggressiv genug. Über rechts fehlt Farfan so ein bisschen die Bindung zum Spiel. Wir kommen aber ohne Gegentor in die Kabine. Aber auch ohne so richtig zwingende eigene Torchance.

Nach der Pause zunächst nicht grundlegend neues. Aber Höger und Neustädter legen zu, gewinnen mehr Zweikämpfe. Und dann, dann kommt ein Zauberfuß: Als die Zuschauer unruhig zu werden drohen, die typische Ungeduld lauter wird, kommt dieser Japaner über rechts, lupft den Ball aus dem Halbfeld ins Zentrum – und irgendwie verfehlt das Leder zwei Angreifer in GE-Grün und landet im langen Eck. Alle überrascht, Uschi vielleicht noch am meisten.

Dann bricht das Spiel. Wir haben mehr Raum und entwickeln gute Möglichkeiten. Szalai, der ungeheuer fleißig nach hinten arbeitet, spielt dabei nicht mal eine Hauptrolle. Eine Traumkombination ebnet den Weg zum 2:0. Das 3:0 ist eine Belohnung für Draxler, der das Spiel mit mehreren Einzelaktionen schön macht (aber Achtung: Schönheit wird auf Schalke nicht immer nur honoriert!).

Es ist am Ende ein verdienter Sieg und ein perfektes Ergebnis zum Auftakt. Mit Spielkultur, dem dritten Zu-Null in Folge und drei Pflichtpunkten – die man aber auch erst mal einsammeln muss.

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