Die Comebacker, unerwartete

13 Apr

20130413-205737.jpg

Schalke 04 tut sich 60 Minuten lang so schwer wie lange nicht gegen die besten aus der zweiten Reihe. Und kommt zurück, als alles aus zu sein schien. Das 2:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen könnte ein Schlüsselspiel im Saisonendspurt gewesen sein.

Man stelle sich eine Leverkusener Mannschaft ohne Kießling, Schürrle und Bender vor. Hätte sie die Power, gegen Schalke 04 mit Huntelaar, Farfan, Jones und Papadopoulos beim Stand von 0:2 ein Comeback zu starten? So in etwa kann man die Analogie beschreiben. Und das macht deutlich, wie man dieses Schalker Comeback in einem solchen Spitzenspiel werten muss.

Man muss unseren Gästen aber auch ein großes Kompliment machen: Sie haben uns über weite Strecken im eigenen Stadion beherrscht. Eine immense Zweikampfstärke, hohes Tempo im Offensiv- und Defensivspiel. Außer einer sensationellen Einzelaktion von Linksaußen Julian Draxler hatten wir einfach keinen Stich. Der letzte Woche hochgelobte Raffael in der Kreativzentrale fand diesmal nicht statt. Auf der Doppelsechs in Höger und Moritz zwei Mann, die höchstselten so zusammenspielen und beide eher die Variante B darstellen. Und auf Rechts(!) Michel Bastos, der es sehr schwer hatte und kein Tandem mit Uchida bildete, weil auch für sie das Zusammenspiel neu war. So gelang uns kein Offensivspiel, wir ließen dem Gast die Spielgestaltung. Und der machte das wirklich gut mit seinen technisch starken Einzelspielern.

So war die 2:0-Führung, auch wenn ein Tor in einer Szene fiel, als ein Schalker verletzt am eigenen Fünfer lag, und das zweite aus einer Freistoßflanke, die keiner erreichte, gerecht. Und es sah nicht danach aus, dass Schalke da noch was richten könnte. Auf der Bank außer Pukki nur ein Torwart, Fuchs und Nachwuchskräfte, die zum Teil erstmals im Kader auftauchten.

Irgendwann kam nach kurzem Schütteln neue Dynamik in unser Spiel. Bastos zog vom Sechzehner aus mutig ab, Leno ließ prallen, der eingewechselte Pukki stand goldrichtig (da, wo Marica nicht gestanden hätte,
nämlich am Fünfmeterraum) und traf. Die Donnerhalle erwachte richtig. Und Raffael machte fünf Minuten vor Schluss per Strafstoß alles klar. Fantastisch!

Vielen unserer Fans reichte das nicht. Mir war dieses Unentschieden mehr als recht. Wir sind in solchen Situationen auch schon im Hurrastil in die Niederlage gerannt. So war es ein gefühlter Sieg gegen einen starken Gegner, der zurecht Dritter der Liga ist und es auch bleiben wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: