Ein Sieg unseres Trainers

6 Apr
Panorama aus dem Gästeblock.

Panorama aus dem Gästeblock.

 

Geduld. Das ist das neue Credo unserer sportlichen Führung. Und was sagt man dazu? Zwei Spiele, sechs Punkte, 5:0(!) Tore. Dieser 2:0-Erfolg in Bremen war dabei einer, an dem der Trainer durchaus großen Anteil hatte.

Warum? Weil er erkannte, was wo hakt, und er gleich reagierte. Er schob Draxler auf den Flügel, der zuvor kein Bein an den Boden bekam und dem es rein gar nicht gelang, ein Offensivspiel zu organisieren. Es gab keines, und das war nun eben seine Aufgabe. Dass Bastos dafür geopfert wurde, der vor der Pause keine Impulse setzen konnte (wie allerdings sein Pendant Farfan auch), erwies sich als goldrichtig.

Dabei kommt ein großer Anteil dem sehr agilen und effektiven Raffael zu. Er riss das Spiel zeitweise an sich, war Urheber so mancher Großchance und maßgeblich an den beiden Toren beteiligt. Mit seiner spielerischen Euphorie riss er dabei das Team mit, das nun zudem aber auch deutlich offensiver agierte – wohl auch eine Marschroute aus der Kabine.

Wofür man Keller loben darf, ist damit gesagt – es war siegbringend. Dass er vor dem Spiel offenbar eine ganz andere Devise ausgegeben hatte, machte Werder allerdings vor der Pause stark. Wir spielten die Gedulds-Karte. Das hieß: Devise Ballhalten, vorsichtig. Das gelang kaum: Unsere Elf ließ den Grünen zu viel Raum. Jedem einzelnen. Und wenn man das tut, dann kommt man nicht in Zweikämpfe, denn Werders Spiel ist auf Ballzirkulation ausgerichtet. Keine Dribblings, kaum Annahmen, sondern gleich weiterleiten zum frei postierten Nebenmann. Dagegen fanden wir kein Mittel, das spielte Bremen stark. Und erspielte sich dadurch gute Möglichkeiten. Und da kommt unser dritter Matchwinner ins Spiel: Timo Hildebrand. Gleich nach wenigen Minuten ein guter Save. Da war mir klar: Der nimmt das mit fürs Spiel. Das hat er, rettete uns noch zweimal das 0:0 und ebnete so den unfallfreien Weg zu Halbzeit zwei. Dass ich das in dieser Saison noch schreiben darf, macht mich froh – denn in der ersten Saisonhälfte war die Nummer 1 eine unserer großen Schwachstellen: wenig Fehler, aber kaum gehaltene Bälle.

Zum „neuen“ Weserstadion noch: ganz hübsch im Vergleich zu vorher, aber atmosphärisch für Werder eine Verschlechterung. Der Gästeblock unterm Dach (großes Panorama) im Oberrang hat einen deutlich größeren Resonanzkörper als die Ostkurve im Unterrang. Das schadet der eigenen Mannschaft und ist ein Geschenk an Gästefans. Für Auswärtsfahrer also ein echter Reisetipp. Die Karte in Steher für unter 16 Euro – auch das ist akzeptabel.

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