Wie Schalke 04 im Derby beeindruckte

9 Mrz

Beeindruckend war an diesem Derby wieder einiges. Es war wieder ein überaus intensives Spiel mit mehreren Kapiteln und einem erspielten und verdienten Ausgang – einem 2:1 für unsere Jungs.

Beeindruckend war unser ergreifendes Tempospiel in der ersten Halbzeit. Der Gast war nicht in der Lage, unser Spiel auszuschalten. Es hat zurzeit drei Gefahrstellen für den Gegner, das ist in dieser Qualität neu: Beide Flügel sind technisch und vom Tempo am Ball her exzellent besetzt. Farfan strahlt etwas mehr Agilität, Zielstrebigkeit und Torgefahr aus, ist ein Vorbild in Sachen Kilometer abreißen. Bastos ist etwas verspielter, aber strahlt dennoch Dauergefahr aus. Und in der Mitte ist Draxler der deutlich bessere Holtby. Dazu kam eine immense Aufgewecktheit und Zweikampfstärke.

Beeindruckend war, dass es uns wie sonst in dieser Saison nur den Bayern gelang, Dortmunds Schlüsselspieler effektiv zu entschärfen.

Beeindruckend war, dass der Gästetrainer, der sich gefühlt dauernd für seine unfairen Eskapaden am Spielfeldrand entschuldigt (Wer nimmt ihm das eigentlich noch ab?), nun im zweiten Derby zum zweiten Mal taktische Fehler macht, die er zum zweiten Mal in der Pause korrigiert. Wer glaubt, auf Schalke seine quirligste Waffe Reus schonen zu können, der täuscht sich. Gerne noch einmal…

Beeindruckt hat mich, dass es uns nach 20 Minuten in der zweiten Hälfte gelang, den roten Faden wiederzufinden. In der Phase sah es so aus, als würde es uns nicht mehr gelingen, mit dem vorher praktizierten intensiven Gegenpressing dem Gegner den Schneid abzukaufen. Wir standen tiefer als zuvor, immer wieder fand der Gast trotzdem die Schnittstellen. Dabei baute leider auch Roman Neustädter, dem in der ersten Hälfte mit Höger gelang, das Fehlen von Jones nicht spürbar werden zu lassen, wieder ab, leistete sich einige Schnitzer und Ungenauigkeiten und ging zurecht vom Feld. Wir kämen irgendwie wieder rein in die Partie und waren am Ende nur zu ungenau (oder doof) fürs 3:1 und 4:1.

Beeindruckt hat mich unser Trainer, der so mutig war, die Abwehr umzustellen. Einmal vor dem Spiel – auch aus der Not heraus: Uchida rückte nach langer Pause wieder rein ins Team. Musste er, weil Höger auf die Sechs musste. Gut, dass er nicht reagierte wie sein Vorgänger, der so oft Höwedes nach außen zog – wohin er einfach nicht gehört. Und zum zweiten Mal, als er den Mut dazu hatte, Roman rauszunehmen und dafür den defensiv-rüstigen Sead Kolasinac vorzuziehen. Goldrichtig.

Beeindruckt hat mich die überragende Leistung von Joel Matip in der letzten halben Stunde. Er war ein Fels wie ein Routinier, und das in seinem jungen Alter – Wahnsinn! Außerdem gelang es ihm, seine Pässe nach Ballgewinn sicher weiterzuleiten, das ist sonst seine Schwäche.

Wir haben zwei Derbys in dieser Saison gewonnen. Gegen den Doublegewinner, einen angeblichen Geheimfavoriten der Champions League. Hut ab!

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