Die Ukrainer machen Geschäfte – und sie helfen

11 Jun

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Spielfreier Tag – quasi Zwischenraumtag. Zeit f??r Antwort auf einige Anfragen zu Kosten und Gastgebern.

Mein Gesamteindruck: Die hier lebenden Ukrainer machen die Euro 2012 auch zu ihrem eigenen Gesch??ft. Sie nutzen die Zeit, in der sie so viele (vergleichsweise reiche) G??ste wie nie zuvor haben, irgendwelche Dienste anzubieten – gegen Geld, das ist klar.

Unser Campingplatz 15 km s??dlich von Lviv: hier hat man im zum Gel??nde geh??rigen Hotel in den vergangenen Wochen einen Teil des Erdgeschosses, der wohl noch im Rohbau war, zur Massendusche und Waschraum umgebaut. Nicht ganz fertig geworden sind die f??nf Toiletten in diesem Teil des ansonsten schicken Hauses: den K??mmerchen fehlen nur noch die allerdings nicht ganz unwichtigen T??ren. Der Campingplatz, ein kleiner Abenteuerpark mit Seen zum Angeln, Horseclub zum Reiten, Tennispl??tzen und Soccercourt und Wochenende-Animationsprogramm, hat wohl vor sechs Monaten angefangen, ein Gesch??ft aus der Euro f??r sich zu machen. Es war der im Internet einzig auffindbare Campingplatz in (bzw rund um) Lviv. Und als sich die Anfragen zu h??ufen begannen, stiegen die Preise. Von zuerst 20 Euro pro Wohnmobil inklusive Strom stiegen sie ??ber 50 Euro auf nun 70 Euro plus Aufschlag ab der f??nften Person. Daf??r hat man eine angrenzende Weide zur Campingwiese f??r die deutschen Fans (und seit gestern kommen auch immer mehr D??nen) gemacht. Nun sind etwa 300 Fans auf der Anlage. Sie ist sicher, sauber, angenehm – ein Bier an der Hotelbar mit Terrasse kostet 3,50 Euro (35 Hryvnia).

Dieser Preis liegt aber weit ??ber dem markt??blichen: ein Bier in eine Kneipe in Lviv gibt es ab 2 Euro, das Carlsberg alkoholfrei im Stadion (ekelhaft!) kostet 16 Hryvnia (0,4 l). Das ist g??nstig.

Ansonsten tun viele Leute hier, was sie k??nnen, um uns zu helfen und damit ein paar Euros zu verdienen. An Campingplatz fuhr vor zwei Tagen ein Bulli mit 4 jungen Ukrainern vor. Studenten, von denen einer englisch sprach. Sie verteilten Visitenkarten: Unterkunft in der City frei, 30 Euro pro Nacht. Es handelte sich dabei um die Wohnung eines der Studenten. Freiger??umt f??r Fans. Wir brauchen keine, aber wir fragten sie, ob sie uns in die Stadt fahren w??rden. Wir boten 10 Euro und sie sagten zu. Sie brachten uns ins Zentrum, wir kamen ins Gespr??ch und sie sagten, wenn wir Hilfe br??uchten, sollten wir einfach anrufen.

Das ist ein Beispiel, aber so ticken hier viele: Sie sind stolz darauf, dass so viele G??ste da sind, sind hilfsbereit und freundlich und nutzen ihre M??glichkeiten, um ein bisschen was zu verdienen. Problem: Nur wenige von ihnen sprechen englisch, noch weniger deutsch. Verst??ndigung ist so oft schwer f??r uns.

Man kann meine Tour mit drei Freunden aus dem M??nsterland auch bei Twitter verfolgen: http://twitter.com/weckenbrock. Dazu muss man nicht bei Twitter angemeldet sein.

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