Nachgetreten: Was sollte der Auto-Kessel?

6 Feb

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Nach dem Derby waren die Gästefans hinter der Nordtribüne gefährlich eingekesselt. (FOTO)

Das Derby an sich war schon wunderlich – das sich daran anschließende Polizeispektakel ebenso, es tendierte sogar in Richtung gefährlich. Da hatte man sich doch tatsächlich die Strategie ausgedacht, die Fans von der Nordtribüne im ausladend großen Gästesektor nach dem Spiel in einen Kessel aus Mannschaftswagen zu pferchen, die, Stoßstange an Stoßstange, in Reihe standen und nur in Richtung Osten ein kleines Dampfablassventil – sprich einen Ausgang – offenbarten.

Die aus dem Stadioninnern herausströmenden Schalker drängten sich dicht, und wer sich bei dieser Polizeitaktik zumindest ansatzweise an gewisse katastrophale Vorkommnisse in Duisburg erinnerte (Stichworte: Masse vs. Nadelöhr) war in diesem Pulk um 22.45 Uhr abends zumindest nicht allein. Um herauszukommen, kletterte so mancher durch den Acht-Zentimeter-Spalt zwischen Motorhaube des Wagens A und Kofferraumtür des Wagens B, behende über die unter der Last ächzende Stoßstange. Auf der anderen Seite standen (ohne Witz) Schwarzgelbe, die die Gefahr erkannten und den kletternden Schalkern die Hand anreichten.

Ja, es ist nix passiert. Und ja: Es gab keine größeren Randale-Vorkommnisse, also war die Gesamtstrategie der Polizei vielleicht nicht so ganz verkehrt. Aber: Diese Kessel-Taktik mit den wie eine Wand wirkenden Mannschaftswagen war gefährlich! Wenn eine Panik ausbricht (wenn zum Beispiel aus Richtung „Nadelöhr“ im Osten/Strobel’s eine Horde wildgewordener Hooligans herangestürmt wäre), dann will ich nicht wissen, wie die Nummer in so einem Fall ausgegangen wäre. Nach hinten, nach rechts, nach links hätte man nicht flüchten können…

 

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Eine Antwort to “Nachgetreten: Was sollte der Auto-Kessel?”

  1. skandy 6. Februar 2011 um 19:30 #

    Das war ALLES ein gro??er Witz. Lustig auch, dass in einer Einbuchtung im Stadioninneren, also da wo die Fans festgehalten wurden, bevor sie in den Autokessel kamen, ein Haufen Pflastersteine aufgestapelt waren. Zum Gl??ck hatte keiner der Schalker so viel kriminelle Energie. Aber Sicher war das sicher nicht!

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